Der letzte Weg …

Welche Form der Bestattung man sich wünscht, ist im wahrsten Sinne eine elementare Frage, da sie mit den vier Elementen Erde, Feuer, Wasser, Luft ebenso zusammenhängt, wie mit den persönlichsten Vorstellungen und Überzeugungen.
Wer zu Lebzeiten einen speziellen Wunsch hegt, sollte diesen in Form einer letztwilligen Verfügung dokumentieren. Fehlt eine entsprechende schriftliche Erklärung, entscheiden die Angehörigen.

Erdbestattung
Aus Erde entsteht der Mensch, zu Erde wird der Mensch.
Nach dem Tod wird der menschliche Körper der Erde übergeben. Für viele Trauernde ist das Grab auf dem Friedhof (Reihen- oder Wahlgrab) ein wichtiger Ort der Trauer und der Erinnerung. Doch auch die naturnahen Beisetzungsformen (z. B. Wald- oder Wiesenbeisetzung) unterliegen in Deutschland einer Beisetzungspflicht und sind mit einem konkreten Ort verbunden. Ob mit einer gemeinsamen Gedenktafel gekennzeichnet, auf einem namenlosen Urnenfeld oder eigens dafür ausgewiesenen Wäldern an der Wurzel eines Baumes.
Feuerbestattung
Offenheit, Wärme und Energie sind nur einige Eigenschaften des Feuers.
Bei einer Feuerbestattung wird der Körper in einem Krematorium dem Feuer übergeben. Die Einäscherung wurde bereits im Altertum bei den Griechen und Römern praktiziert, jedoch im Zuge der Verbreitung des Christentums untersagt. Erst seit dem 19. Jahrhundert hat sich die Feuerbestattung zunehmend verbreitet. Heutzutage ist sie der Erdbestattung gleichgestellt. Die Identität des Verstorbenen wird bei der Einäscherung gewahrt, indem dem Sarg eine mit einer Nummer versehene Schamottmarke beigelegt wird, die nach der Kremation mit der Asche zusammen in der Aschekapsel beigesetzt wird.


Seebestattung
Das Meer hört nie auf, Wellen zu schlagen. Seine Weite, Tiefe und Kraft fasziniert die Menschen.
Bei der Seebestattung wird die Asche in einer biologisch abbaubaren Spezialurne, die sich im Wasser vollkommen auflöst, von einem Schiff aus ins Meer gelassen. Die Angehörigen, die diese Zeremonie auf See begleiten können, erhalten eine Seekarte mit der genauen Angabe des Beisetzungsgebiets in der Ost-und Nordsee.
Luftbestattung
Luft steht für grenzenlose Freiheit und Loslösung.
In Frankreich werden inzwischen so genannte Luftbestattung von einem Ballon aus angeboten. Von einem Heißluftballon wird nach einer kurzen Zeremonie bei ruhiger Fahrt über einem geeigneten Gebiet, wie beispielsweise einem großem Wald, die Asche in alle Winde verstreut. Bei einer Kombination aus Luft- und Seebestattung kann in Deutschland die Asche von einem Helikopter aus über der Nordsee verstreut werden.

